Kulturelles Glanzlicht in der „Provinz“:

Fulminanter Start der Wildthurner Kunsttage

Vernissage mit Künstlern und vielen Kunstfreunden – Bürgermeister Stadler: Dank für gelungene Idee

Landau/Wildthurn. (psi) Ein fulminanter Auftakt der Wildthurner Kunsttage 1992:Prächtig nicht nur die stilvolle Kulisse des Wildthurner und die Ausstellung an Skulpturen sowie Malerei und Grafik im Schloßgarten und in den Galerie-Sälen, ausgezeichnet auch die Vernissage am Freitagabend mit Anwesenheit der Künstler Caroline Wagner und Johann Remler sowie eines erlesenen Publikums an Kunstfreunden, von besonderem Glanz das Konzert des jungen chilenischen Gitarrenvirtuosen Gabriel Guilen und erquickend – weil überall wohltuend spürbar - die herzliche Gastlichkeit der Familie Lermer. Bürgermeister Jürgen Stadler faßte es in Worte: „Nicht nur die hohe Qualität der präsentierten Kunstdarbietungen, sondern auch die dabei geschaffene, betont intime Atmosphäre, von der diese Kunsttage bereits im vergangenen Jahr gekennzeichnet waren, geben dieser Veranstaltung eine ganz eigene Note und heben sie deutlich in sehr positiver Weise aus dem übrigen Kulturspektrum heraus. Für diese gelungene Idee im Namen der Stadt Dank und Anerkennung!“

Das ganz besondere Flair und Ambiente der Wildthurner Kunsttage verschaffte ihnen schon vom Start im Jahr 1991 weg den Ruf eines besonderen kulturellen Ereignisses. „Die Initiative ging von unserem Musiker-Bruder Firmian aus“ erzählt Gudula Lermer, die anderen Familienmitglieder halfen engagiert bei der Realisierung der Idee mit, so daß nun Musik, Dichtung und Kunst im Schloß eine neue Heimstatt gefunden haben. Was wird wohl heuer geboten sein wurde unter Kunstfreunden gerätselt, bis vor einigen Wochen die Einladung in den Briefkasten flatterte: Jeweils von Freitag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr Ausstellung mit Plastiken von Caroline Wagner und Malerei und Graphik von Johannes Remler sowie an Freitagabenden um 20 Uhr eine Perlenkette mit Konzerten erlesener Kammermusik. Und es ist nicht nur ein Angebot für einen elitären Kreis von Kunstenthusiasten, sondern es sind alle Mitbürger eingeladen, denen das Erlebnis mit Kunst in mannigfaltiger Form ein kleines Glanzlicht im alltäglichen Leben vermitteln kann. Dieses Erlebnis bekommt man zwar bei den Wildthurner Kunsttagen geschenkt, jeder muß es sich aber selbst erarbeiten.

Nach einer ausgiebigen Möglichkeit zu einer ruhigen Rekogniszierung der Ausstellung hieß Haus- und Schloßherr Dr. Hans Lermer die Gäste der Vernissage unter ihnen namentlich Bürgermeister Jürgen Stadler mit Gattin, Fischerpräsident Ewald Lechner mit Gattin, als Freund des Hauses Kunstmäzen Hanns-Egon Wörlen, mit dessen Sammlung das Museum Moderner Kunst in Passau (Bräugasse 17) entstanden ist, dessen Museumsleiter Sonnberger, Forstpräsident Dr. Anton Schmid aus Regensburg, den Kunsthändler und Ausstellungsmacher Prof. Serge Sabarsky aus New York, weitere Freunde aus München und Stuttgart und besonders natürlich die beiden Künstler Caroline Wagner - Werke ihres Vaters, des Bildhauers und Malers Hansjörg Wagner waren 1991 in Wildthurn zu sehen - und Johann Remler. „Es hat mich als Waldbesitzer tief ergriffen, wie unser junger Künstler in seinem Zyklus Sturmschäden die Katastrophe nach dem Orkan Wiebke in seinen Bildern verarbeitet hat,“ meinte Dr. Lermer. Er freute sich auch ganz persönlich auf das Konzert mit dem Gitarristen Gabriel Guilen.

...